LEADER-Region Knüll
LEADER-Region Knüll

Projekte

In den Jahren 2015 und 2016 wurden folgende Projekte bewilligt:

 

Jugendclub Allmuthshausen

Seit einigen Jahren schon bestand der Wunsch in einer leer stehenden Wohnung im Dorfgemeinschaftshaus Allmuthshausen einen Jugendclub einzurichten. Durch die LEADER-Förderung bot sich eine Möglichkeit diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Im Ort leben 35 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren, wovon bei einer Umfrage 2014 bereits mehr als die Hälfte schriftlich ihr Interesse an einem Jugendclub bekundet hatten. Die Stadtjugendpflege Homberg sprach sich ebenfalls dafür aus und bot Begleitung bei der Umsetzung sowie die Betreuung des Jugendclubs an.

Im Oktober 2015 wurde das Projekt dann im Förderausschuss der LEADER-Region Knüll zur Förderung beschlossen und es konnte mit der Umsetzung begonnen werden.

 

Anbau an die Burgberggaststätte

Mit der Stadt Homberg verbindet man die historische Altstadt ebenso unmittelbar wie den Burgberg mit seiner Gaststätte. Beides hat eine überregionale Bedeutung für die Region Knüll. Die Gaststätte wurde von der Stadt an einen privaten Gastronom verpachtet und muss für eine langfristige und zukunftsfähige Nutzung dringend ertüchtigt werden. Zu diesem Zweck sind Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen nötig, welche durch LEADER gefördert werden.

 

Burgmuseum Homberg

Das Gebäude der ehemaligen Engelapotheke in Homberg prägt als Einzelkulturdenkmal der geschlossenen Fachwerkzeile am Marktplatz das Ortsbild. Zur weiteren Nutzung des Gebäudes sollen in dessen Räumlichkeiten geschichtstragende Vereine aus Homberg gebündelt werden. Unter dem Begriff „Haus der Geschichte“ soll, neben dem „Haus der Reformation“ im Erdgeschoss (siehe Projekt Haus d. Reformation), im ersten Obergeschoss das Burgmuseum eingerichtet werden. Das Museum war von 2011 bis 2014 in einem städtischen Gebäude untergebracht, welches im Dezember 2014 veräußert wurde. Die Lösung das Museum nun in der Engelapotheke unterzubringen, ist durch die zentrale Lage am Marktplatz, die Nähe zu anderen Museen und dem geplanten Ausbau von Wegen auf die Hohenburg ein Gewinn und steigert die Attraktivität der Stadt und ihrer Einrichtungen. Das Museum deckt nahezu alle Themen ab, die mit der Hohenburg in Zusammenhang stehen, z.B. Leben auf der Burg, die Rekonstruktion und Geschichte der Hohenburg und vieles mehr. Durch LEADER werden bei diesem Projekt beispielsweise die Sanitär- und Beleuchtungsanlagen sowie Möbel und Vitrinen gefördert.

 

Haus der Reformation in Homberg

Unter dem Begriff „Haus der Geschichte“ soll in der ehemaligen Engelapotheke, neben dem Burgmuseum im ersten Obergeschoss (siehe Projekt Burgmuseum), im Erdgeschoss das „Haus der Reformation“ eingerichtet werden, welches als außerschulischer Lernort zum Thema Reformation genutzt werden soll. Es soll dort unter anderem einen Multifunktionsraum geben, der wechselnde Ausstellungen beherbergen wird, außerdem eine Dauerausstellung, die sich speziell auf Hombergs reformationsgeschichtliche Bedeutung bezieht sowie ein medienkundliches Labor mit einer Werkstatt für Buchdruck und Handschrift. Mit diesem Projekt werden eine Stätte der Begegnung und ein neues Freizeitangebot geschaffen, was sowohl das Haus der Geschichte als auch die Innenstadt für Jung und Alt attraktiver macht. Durch LEADER werden bei diesem Projekt beispielsweise die Herrichtung der Fußböden sowie die Ausstattung mit Möbeln gefördert.

 

Anbau Backhaus Obergeis

Seit mehreren Jahren macht es sich der Heimat- und Trachtenverein Obergeis (HTV) zur Aufgabe alte Handwerkskunst an künftige Generationen weiterzugeben und bietet deshalb erfolgreich Brot- und Kuchenbackkurse an. Da die Vorbereitungen für das eigentliche Brotbacken - mangels eines Vorbereitungsraumes- stets weit weg vom Backhaus durchgeführt werden müssen, soll durch einen Anbau eine Erweiterung geschaffen werden. Das Angebot der Backseminare stößt auf reges Interesse im gesamten Knüll. Der Heimat- und Trachtenverein hat Bekanntheit über die Regionsgrenzen hinaus erlangt, weshalb das Angebot auch touristisch wichtig ist. So wurden in den letzten Jahren mehrere Brotbackseminare durchgeführt und das Projekt „Brotbacken mit Schulkindern“ erhielt 2013 bei dem VR-Bank Wettbewerb „Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt“ einen Hauptpreis. Bei diesem Projekt wird das Weitergeben von Wissen ebenso gefördert wie die Begegnung von Jung und Alt.

 

Medizinisches Versorgungszentrum Schwarzenborn

Durch Aufgabe der Praxis in Schwarzenborn und sinkender Zahlen an Hausärzten in den umliegenden Kommunen, drohte in einem großen Bereich des Knüll der Notstand in der hausärztlichen Versorgung.

Um diesen Notstand abzuwenden, wurde in Schwarzenborn ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gegründet. Die Stadt Schwarzenborn errichtet zurzeit einen Neubau mit behindertengerechten Praxisräumlichkeiten, die einen optimalen Ablauf für mindestens zwei ÄrztInnen gewährleisten. Weiterhin sollen in dem Gebäude eine Praxis für Ergo- und Physiotherapie und ein Pflegedienst einziehen. Die regionalen Banken werden dort Geldautomaten installieren und einen Beratungsraum zur Verfügung haben.

Es wurde ein erster Arzt gefunden, welcher bereits seit Juli als Facharzt für Allgemeinmedizin mit Zusatzqualifikationen seine Patienten selbständig in einer Übergangspraxis behandelt. Nach Fertigstellung des MVZ soll er dort mit weiteren Kollegen im Angestelltenverhältnis praktizieren. Damit wird die allgemeinmedizinische Versorgung von Montag bis Freitag sichergestellt. Für ein Erweiterung des Facharztangebots könnte eine Fachärztin für Frauenheilkunde sorgen, die sich laut Stadtverwaltung auf den zweiten Praxissitz im MVZ beworben hat.

 

Neugestaltung des Dorfmittelpunkts Holzhausen

Dieses Projekt wurde durch die Dorfgemeinschaft Holzhausen, den Ortbeirat sowie den Verein „Wir Holzhäuser e.V.“ initiiert. Es wurde ein Konzept erstellt und es fand eine Bürgerinformationsveranstaltung statt. Der Dorfmittelpunkt soll zu einer Begegnungsstätte, einem Treffpunkt von Alt und Jung werden und die Einwohner von Holzhausen zusammenbringen. Es sollen Außenanlagen geschaffen werden, die sich für Veranstaltungen eignen und vielfältig genutzt werden können, sodass der Dorfmittelpunkt belebt wird.

 

Errichtung eines barrierefreien Zugangs und von Sanitäranlagen am Theatertreff von Klarteckst e.V.

Seit 1998 hat die Theatergruppe KLARTECKST e.V. insgesamt 17 verschiedene Theaterstücke aufgeführt, die bis zur Spielzeit 2014/2015 von insgesamt 29.823 Zuschauern besucht wurden. Neben den eigenen Theateraufführungen des Vereins sollte der Theatertreff auch für andere kulturelle Veranstaltungen offen stehen. Das Gebäude wurde zunehmend für Familienfeste, wie z.B. Geburtstage, Konfirmationen und Hochzeiten, Versammlungen sowie Aufführungen anderer Vereine genutzt. Als besonderer Glücksfall für die evangelische Kirchengemeinde erwies es sich, dass während der mehrjährigen Sanierung der Breitenbacher Kirche, Bühne und Saal für das weihnachtliche Krippenspiel und den Gottesdienst am Heiligen Abend über mehrere Jahre genutzt werden konnten. Aufgrund der Ausweitung des Veranstaltungsangebots und der Nutzung durch Privatpersonen und andere Vereine verschärfte sich das Problem der unzureichenden sanitären Anlagen, sowie das Fehlen eines barrierefreien Zugangs. Der Verein plante seit geraumer Zeit einen entsprechenden Um-, bzw. Neubau, welcher mit Unterstützung der LEADER-Förderung umgesetzt werden konnte.

 

Existenzgründungen

Eines der Ziele der LEADER-Förderung ist die Schaffung von Arbeitsplätzen, welches mit drei geförderten Existenzgründungen in den letzten zwei Jahren erfolgreich verfolgt wurde. Es konnte eine Boutique für Geschenkartikel, Wohndekoration und Lifestyleprodukte gefördert werden, die Gründung eines Betriebs für Modelltechnik, sowie die Übernahme eines Malerbetriebes, wodurch nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch Arbeitsplätze erhalten werden konnten.

Gefördert durch

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