LEADER-Region Knüll
LEADER-Region Knüll

Handlungsfelder

Handlungsfeld 1: Miteinander von Jung und Alt mit sozialen Angeboten für alle Generationen

Der Zusammenhalt zwischen Jung und Alt spielt eine entscheidende Rolle, wenn zu­künftig die Anforderungen der demographischen Entwicklung gemeistert werden müs­sen. Mit der Einrich­tung von Generationen- bzw. Nachbarschaftshilfen wurde in einzel­nen Kommunen Wege aufge­zeigt, trotz sich ändernder Familienstrukturen ein funktionie­rendes Gemein­schaftsgefüge zu erhalten. Neben ganz konkreten Hilfen für Senioren, z.B. bei Schaffung von geeigneten Wohn­formen und der Beratung von Senioren, soll im Knüll der Focus aber wei­terhin auf allen Genera­tionen liegen: Sei es durch Angebote, die sich spe­ziell an Jugendliche richten oder durch die Stärkung und Einrichtung von Orten der Begegnung – wie z.B. durch die strukturelle und ener­getische Weiterentwicklung der Gemeinschaftshäuser, die mittler­weile in vielen Dörfern als ein­zige öffentliche Infra­struktur verblieben sind.

Handlungsfeld 2: Mobilität, Versorgung und Infrastruktur in der Fläche

Mit dem Anstieg des Altersdurchschnitts in der Bevölkerung steigt auch die Bedeutung eines ausreichenden Infrastrukturangebotes in den Dörfern, das neben der Versorgung mit Waren und Dienstleistungen auch soziale Funktionen übernimmt. Eine hohe Priorität hat hierbei die medizinische Versorgung für die es mittlerweile innovative An­sätze zur Angebots­sicherung gibt, die auch im Knüll zum Tragen kommen sollen. Da das Versorgungsangebot an vielen Stellen schon stark ausgedünnt ist und eine flächendeckende Versorgung nicht realistisch erscheint, kommt dem Erhalt der Mobilität auf Grundlage von innovativen, part­nerschaftlichen Konzepten eine ebenso große Bedeu­tung zu. Parallel hierzu sollen punktuell stationäre Nahversorgungs­an­gebote mit innova­tiven Konzepten geschaffen und mobile Versorgungsangebote unterstützt werden.

Handlungsfeld 3: Arbeit, Ausbildung und Qualifizierung (in Wirtschaft, Tourismus, Landwirt­schaft)

Ein Großteil der Arbeitsplätze im Knüll wird - in Wirtschaft, Tourismus, Landwirt­schaft - durch kleine Unternehmen und Betriebe bereitgestellt, die einerseits

fle­xibel und unab­hängig agieren können, andererseits zunächst aufwändig für Maßnahmen gewonnen werden müssen. Gleichzeitig ist ein großer Bedarf an Beratung, Qualifizierung und Qualitäts­manage­ment - sowohl bei den Arbeitgebern als auch bei Arbeitnehmern – festzu­stellen. Der Aufbau von Beratungsangeboten und das Angebot von Qualifizierungs- maßnahmen dienen letztlich nicht nur der Weiterentwicklung der Betriebe und Ak­teure, sondern darüber hinaus auch einer stärkeren Abstimmung und Vernetzung inner­halb der Region und mit den Nach­bar­regionen. Durch Exis­tenzgründungen und die Un­terstützung kleiner Betriebe sollen Arbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden.

Handlungsfeld 4: Erlebnis- und Tourismusregion Knüll mit den Schwerpunkten Kultur und Natur

Der Knüll bietet Einheimischen und Besuchern zahlreiche Erlebnisangebote, die zwi­schen Kultur und Natur angesiedelt sind: Ob im Wildpark Knüll, bei thematischen Wan­derwegen oder Aktivi­täten zu Märchen und Kultur. Diese Angebote gilt es durch Investi­tionen und Weiterbildung qualitativ aufzuwerten und weiter auszubauen, um mit einem dichten Netz an Angeboten eine offensive Vermarktung zu ermöglichen und sich als Region thema­tisch zu positionieren. Mit der technischen Entwicklung der E-Mobilität ergibt sich zudem die Möglichkeit, das Mittelgebirge u.a. auch für Freizeit-Radler ver­stärkt – z.B. durch inhaltliche Routen - zu erschließen und gleich­zeitig eine neue Mobili­tätsform zu etablieren. Intensiver Handlungsbedarf be­steht bei der qualitativen Weiterentwicklung von Gastronomie und Beherbergung – auch in den Bereichen Wohn­mobil- und Camping-Tourismus, damit von den touristischen Angeboten die regionale Wertschöpfung profitiert. Durch die innovative Nutzung leerstehender Bausubstanz für den Aus­bau von Ferienwohnungen kann zumindest punktuell dem drohenden Leerstand begegnet wer­den.

Handlungsfeld 5: Regionale Wertschöpfung durch nachhaltige Siedlungsentwicklung und Land­nutzung für Energie und Vermarktung

Im Knüll sind weiterhin Potentiale für regionale Wertschöpfung, z.B. im Energiesektor vorhan­den: in den letzten Jahren konnte die Nutzung von Bioenergie deutlich erhöht werden, dafür besteht im Bereich der Siedlungen noch deutlicher Handlungsbedarf – sei es bei der gemeinsa­men Nutzung von regenerativen Energien, dem Aufbau von Nahwärmnetzen oder der energeti­schen Sanierung von Gebäuden. Für die Weiterentwicklung der Nutzung regene­rativer Energien und Maßnahmen der Energieeinsparung ist die Region offen und fördert diese bei Kommunen, Privaten und Betrieben auch und nicht zuletzt unter dem Aspekt des Klimaschutzes. Mit Blick auf den wachsenden Leerstand gilt es, diesem durch die Restruktu­rierung und Aufwertung der Ortskerne, z.B. im Rahmen von innerörtlichen „Flurbereinigun­gen“, entgegenzuwirken.

Gefördert durch

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Zweckverband Knüllgebiet