LEADER-Region Knüll
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Fotokalender Naturpark Knüll: ein Begleiter für 2022

Präsentieren den neuen Naturpark-Kalender: Dr. Nico Ritz, Vorsitzender des Zweckverbands Knüllgebiet, und Katrin Anders, Geschäftsführerin des Naturparks Knüll. © Manuela Volke

Der im vergangenen Sommer durchgeführte Fotowettbewerb des Naturparks Knüll hat zu einer Vielzahl an tollen Einsendungen geführt. Die 13 von der Jury ausgewählten Bilder haben Eingang gefunden in einen Fotokalender 2022. Er eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk.


Der Naturpark Knüll bezaubert durch seine Vielfalt an Landschaften, Lebensräumen, Artenausstattung und Orten. Diese Vielfalt ist insbesondere im Fotowettbewerb des Naturparks deutlich geworden, der im Juni und Juli des vergehenden Jahres ausgelobt war. Eine Jury hat die aus ihrer Sicht 13 repräsentativsten Bilder von insgesamt 375 eingereichten ausgewählt, die nach wie vor unter https://fotowettbewerb.naturpark-knuell.de zu bewundern sind.


Druckfrisch erscheint nun ein Fotokalender mit den ausgewählten Bildern. Faszinierende Landschaften wechseln sich ab mit spannenden Tierarten. Der Kalender im A3-Format schmückt jedes Büro, jede Wohnung und ist ein optimales Weihnachtsgeschenk. Erhältlich ist er für 19,95 € beim Verlag Cognitio sowie in einigen Einzelhandelsgeschäften und Tourist-Informationen.

Naturpark Knüll lobt Fotowettbewerb aus

Blick vom Knüllköpfchen

Ganz nah ran – welche tierischen und pflanzlichen Schätze hält der neue Naturpark bereit?
Blick in die Weite – der Knüll hat viele Panoramen, Ein- und Ausblicke zu bieten.
Handwerk, Haus, Heimat – wer bringt Kultur und Tradition vor die Linse?
Aktiv im Naturpark unterwegs – haltet eure Erlebnisse fest.


In diesen Kategorien ruft der neue Naturpark Knüll einen Fotowettbewerb aus. Vom 16. Juni bis 31. Juli können Fotos über die Internetseite https://fotowettbewerb.naturpark-knuell.de eingereicht werden. Die Sieger werden mit attraktiven Preisen aus der Naturpark-Region ausgezeichnet.


Seit 1. Juni diesen Jahres ist der Knüll Naturpark. Das ist eigentlich ein Grund zum Feiern. Die Pandemie-Situation verhindert das jedoch leider. Stattdessen lobt das Naturpark-Team einen Fotowettbewerb aus. Spricht man mit den Menschen in der Region, wird schnell deutlich, wie sehr sie mit ihrer Landschaft und den Orten verbunden sind. Gern hätte der Zweckverband Knüllgebiet die Naturparkausweisung mit diesen Menschen gemeinsam gefeiert. Stattdessen sind alle aufgerufen, ihre Region neu als Naturpark wahrzunehmen. „Wir bitte alle, die sich gern mit dem Fotoapparat im Knüll bewegen, um Hochladen ihrer Lieblingsfotos aus dem neuen Naturpark auf der Seite fotowettbewerb.knuell.de. Diese können extra für diesen Zweck erstellt werden, es können aber auch bereits erstellte Fotos eingesandt werden – wir freuen uns über Bilder aus allen Jahreszeiten“, berichtet Geschäftsführerin Katrin Anders.

 

Auf die Einreichenden warten attraktive Preise. So kann man beispielsweise Jahreskarten für den Naturpark Knüll gewinnen, eine Übernachtung sowie einen Gastronomiegutschein im Parkhotel „Zum Stern“ in Oberaula, Gutscheine für die Stadt Bad Hersfeld, die man etwa für die Bad Hersfelder Festspiele nutzen kann. Weiterhin warten Gutscheine für den E-Bike-Verleih des Rotkäppchenlands sowie für das Wellness-Paradies Silbersee auf die Teilnehmenden.


Teilnahmeberechtigt sind volljährige Amateur- und Berufsfotografierende. Minderjährige Teilnehmende bedürfen der Zustimmung der Erziehungsberechtigten.


Welche Bilder sind zugelassen?
Die für den Fotowettbewerb eingestellten Fotos müssen im Naturpark Knüll aufgenommen sein und sollen die Schönheit und Vielfalt von Natur, Landschaft, Geologie und Boden, Pflanzen und Tieren sowie Kultur und Naturerlebnis im Knüll widerspiegeln. Fotos mit eingefügten Hinweisen auf den Urheber sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Ebenso sind Bildmontagen, also Fotos mit nachträglich eingefügten oder entfernten bildaussagerelevanten Motivteilen, von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Fotodateien sollen möglichst im .jpg-Format gespeichert sein und eine Auflösung von mindestens 300 dpi haben. Beim Hochladen sind die Fotos mit einem Titel sowie Angaben zum genauen Aufnahmeort und dem Aufnahmedatum zu versehen. Weitere Infos gibt es unter https://fotowettbewerb.naturpark-knuell.de

 

Eine Jury wird die besten 10 Bilder auswählen und prämieren. Über ein Voting auf der Internetseite sollen darüber hinaus die Publikumslieblinge unter den Bildern ausgewählt werden. Nach Möglichkeit werden diese für den ersten Naturpark-Kalender genutzt.

Naturpark Knüll

Topografische Karte Hessen auf Grundlage des Top50 Viewer und Verwaltungskarte Hessen, Hessisches Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation 2007, 1:200.000; Abgrenzung: HessenForst, Landesbetriebsleitung; Darstellung: akp_ Stadtplanung und Regional

Wallenstein. Was lange währt, wird endlich gut – und nun ist es endlich so weit: Der nordhessische Knüll wird zum Naturpark geadelt und darf sich ab dem 1. Juni 2021 ganz offiziell „Naturpark Knüll“ nennen. Die ersten Schritte auf diesem Weg wurden bereits 1969 vollzogen (siehe Hintergrund 2). Mit dem jüngsten Naturpark Hessens hat Deutschland nun insgesamt 107 Naturparke und Hessen 13.

 

Charakter und Lage des Naturparks
Bewaldete Kuppen wechseln sich mit idyllischen Wiesentälern ab. Dörfer und Kleinstädte, die sich mit ihrer Struktur ihren authentischen Charakter erhalten konnten, laden zum Entschleunigen ein. Die in großen Teilen unzerschnittene Naturlandschaft bietet ideale Voraussetzungen zum Wandern und Radfahren. Da Naturparke explizit dem sanften Tourismus und der Erholung dienen, ist es folgerichtig, dass der Knüll nun endlich als Naturpark anerkannt wird. Darüber freut sich auch die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz: „Die Anerkennung als Naturpark trägt zur Entwicklung der Region bei, wertet die naturnahe Erholung auf und stärkt einen nachhaltigen Tourismus für Einheimische und Gäste. Gerade während des Lockdowns haben viele Menschen Erholung bei einem Ausflug in die Natur gesucht und gefunden, die Bedeutung von intakten Naturräumen ist dabei noch bewusster geworden. Naturparke sind großräumige Schutzgebiete, die eine große Arten- und Biotopvielfalt und eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen. Mithilfe von vielfältigen Naturschutzmaßnahmen werden die wertvolle Kulturlandschaft bewahrt und gleichzeitig touristisch vermarktet.“ Der Naturpark Knüll erhält im Jahr der Ausweisung (2021) 60.000 Euro an Fördermitteln. Darüber hinaus werden dem Naturpark in der Startphase für die Jahre 2021 bis 2023 jährlich bis zu 150.000 € an Projektfördermitteln zur Verfügung gestellt.


Das Gebiet des Naturpark Knüll erstreckt sich zwischen Homberg/Efze im Norden, Neukirchen/Knüll im Westen, Breitenbach am Herzberg im Süden und fast bis nach Bad Hersfeld im Osten und umfasst eine Größe von circa 83.000 Hektar. Insgesamt 17 Städte und Gemeinden sind ganz oder teilweise im Naturpark Knüll gelegen. Naturräumlich gliedert sich der Naturpark in eine eher offene Basalt-Kuppenlandschaft im Norden, einen großflächig bewaldeten Bereich im Osten und eine fruchtbare Ackerlandschaft im Westen. Im Südosten öffnet sich der Naturpark zur Fuldaaue hin. Ökologisch wertvoll sind vielfältige Waldstandorte, naturnahe Wiesen-Bachtäler, Streuobstwiesen und Auwald-Flächen. In der Naturparkregion liegen eine Reihe von Schutzgebieten (Naturschutz-, Vogelschutz-, FFH- und Landschaftsschutzgebiete).

 

Naturparkführer*innen, Naturpark-Kitas, Wanderwege
Neben dem sanften Tourismus und der Erholung sind Naturparke zuständig für Bildung für nachhaltige Entwicklung und den Schutz der Natur- und Kulturlandschaft. Die Inwertsetzung der Landschaft, beispielsweise über regionale Produkte, spielt eine bedeutende Rolle. „Die Bildungsarbeit wird im ersten Jahr neben der Etablierung der Strukturen eine besondere Rolle spielen. So wollen wir nach Möglichkeit ehrenamtliche Naturparkführer*innen ausbilden und in das Projekt „Naturpark-Kitas“ des Verbands Deutscher Naturparks einsteigen“, berichtet Zweckverbandsvorsitzender Dr. Nico Ritz. Er ist froh, dass mit der offiziellen Anerkennung nun auch die konkrete inhaltliche Arbeit beginnen kann. „Im nächsten Jahr werden wir mit der Erarbeitung eines Naturparkplans beginnen. Dazu werden wir möglichst breit Interessenvertreter, Bürgerinnen und Bürger, Institutionen und Verbände einbinden.“ .“ Die Geschäftsführerin des Zweckverbands Knüllgebiet, Katrin Anders, ergänzt: „Auch der gesamte Auftritt des Naturparks wird zeitgemäß überarbeitet werden. Dazu werden sowohl der Internetauftritt als auch Logos und Printmaterialien neu entwickelt. Social-Media-Aktivitäten werden ebenfalls vorbereitet. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Tourismusorganisationen für uns ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades und der Erzielung von Wertschöpfung in der Region.“ Mit dem Projekt „Fabelwege“ wurde bereits ein Konzept für 20 Premiumwanderwegen auf 174 km in neun Kommunen entwickelt – die Umsetzung erfolgt in diesem und im nächsten Jahr.

 

Wandertipps findet man auf der Seite des Tourismusservice Rotkäppchenland.


Hintergrund (1): Region des Naturpark Knüll
Insgesamt 17 Kommunen aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Schwalm-Eder liegen mindestens teilweise im Naturpark. Er umfasst eine Fläche von circa 83.000 Hektar. Träger ist der Zweckverband Knüllgebiet.
Teil des Naturparks sind:

  • Schwalm-Eder-Kreis    
  • Landkreis Hersfeld-Rotenburg
  • Frielendorf (teilweise)    
  • Alheim (teilweise)
  • Homberg (Efze) (teilweise)    
  • Bad Hersfeld (teilweise)
  • Knüllwald (vollständig)    
  • Bebra (teilweise)
  • Morschen (teilweise)    
  • Breitenbach am Herzberg (vollständig)
  • Neukirchen (vollständig)    
  • Kirchheim (vollständig
  • Oberaula (vollständig)    
  • Ludwigsau (teilweise)
  • Ottrau /vollständig)    
  • Neuenstein (vollständig)
  • Schwarzenborn (vollständig)    
  • Niederaula (vollständig)
  • Rotenburg a. d. Fulda (teilweise)


Hintergrund (2): Geschichte der Entstehung
Bereits im Jahr 1969 publizierte der Knüllgebirgsverein unter Federführung Dr. Rudolf Pohls eine „Denkschrift“ zu einem potenziellen Naturpark Knüll. „In ernster Besorgnis“ und „aus leidenschaftlicher Liebe zur Heimat“ wurde um Unterstützung aller gebeten „sich mit uns schützend um diese schöne Landschaft zu gruppieren“. Anlass war das Vorhaben zur Erweiterung des Truppenübungsplatzes Schwarzenborn. Die immerhin 32 Seiten umfassende Denkschrift beinhaltet sogar konkrete Vorschläge zur Besucherinfrastruktur und Vermarktung. Doch die Zeit war wohl für eine Umsetzung noch nicht reif.
Und so sollten 52 Jahre vergehen, bis das Vorhaben in die Tat umgesetzt wurde. Der Vorstand des Zweckverbands Knüllgebiet hat die Idee im Jahr 2017 wieder aufgegriffen. „Da die Bedeutung intakter Naturlandschaften deutlich gestiegen ist, war die Offenheit für eine Naturparkausweisung in der Region nun vorhanden“ berichtet Vorsitzender Dr. Nico Ritz. Nach umfangreichen Informations- und Beteiligungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen wurde in 2020 der Antrag auf Ausweisung eines Naturparks beim Hessischen Umweltministerium eingereicht und mit Wirkung zum 31.05.2021 positiv beschieden.

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